Ein Tag im November

Vielleicht kommt euch das Gefühl fehlender Zufriedenheit und fehlender Belohnung durch blühende Blumen oder gesundes Gemüse im Garten auch bekannt vor?

Christian Morgenstern Novembertag
„Novembertag“ Nebel hängt wie Rauch ums Haus, drängt die Welt nach innen; ohne Not geht niemand aus; alles fällt in Sinnen. Leiser wird die Hand, der Mund, stiller die Gebärde. Heimlich, wie auf Meeresgrund, träumen Mensch und Erde. (Christian Morgenstern)

Wunderbar passend zur Jahreszeit beschreibt Christian Morgenstern das vorherrschende Gefühl in „Novembertag“. Kürzlich las ich auf der Titelseite eines lokalen Wochenblatts die Überschrift „Warum hat der November ein schlechtes Image?“. Er sei ein wenig geschätzter Kalenderabschnitt, weil er nass und unfreundlich daherkommt, es Feiertage wie Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertrag, Buß- und Bettag oder Gedenktage wie den 9. November gibt, an dem sich in den vergangen Jahrhunderten schon so einiges abspielte. Im Vergleich zum vorherigen Monat – dem goldenen Oktober – oder der darauf folgenden besinnlichen Adventszeit im Dezember, hat der elfte Monat im Jahr scheinbar nicht so viel Gutes zu bieten. Eventuell verbindet ihr ihn aber mit dem Martinstag, an dem Kinder mit bunten Laternen durch Dörfer und Städte ziehen. Oder denkt an alle Sträucher, wie im letzten Beitrag erwähntes Pampasgras, die sich jetzt erst in ihrer ganzen Pracht zeigen, oder an die hübsche Christrose, die wohl als bekannteste Winterblume den Rang hält. Was verbindet ihr mit dem Monat November?

Gartenarbeit im November

Im Garten können jetzt noch die letzten Bäume und Sträucher geschnitten werden, die meisten haben wohl sowieso alles Laub verloren.  Nicht zuletzt steht im November (vor dem erstem Bodenfrost) auch das Blumenzwiebeln setzen fürs nächste Frühjahr an. Falls ihr interessiert seid worauf man dabei achten sollte, habe ich dazu bei Gartenfräulein einen schönen Artikel mit Tipps gefunden.

Überraschenderweise stellte ich fest, als ich heute in den Garten trat, dass ein paar Stauden im Beet bereits geschnitten wurden, darunter Eisenkraut, das ich dieses Jahr so erfolgreich herangezogen hatte und die Hortensienbüsche. Jemand der ungern gärtnert würde sich sicher freuen, dass diese mühselige Arbeit übernommen wurde. Doch für mich besteht die Freude genau darin meine eigenen Erfahrungen mit Schnitt und Pflege zu machen. Außerdem hatte ich geplant die Samen noch einzusammeln und nächstes Jahr wieder auszusäen. Natürlich kann man die im Gartencenter kaufen, doch als Hobbygärtner nutze ich die gern, außerdem ist es viel preiswerter! Daneben haben Eisenkraut und Hortensien tolle Blütenstände, die auch bei Eis und Schnee den Garten schmücken würden. Zusätzlich bieten die stehengebliebenen Blätter meines Wissens nach einen natürlichen Frostschutz an, der jetzt nicht mehr verfügbar ist. Dennoch hoffe ich, dass die Pflanzen hier im milden Klima den Winter erneut problemlos überstehen und nächstes Jahr in voller Pracht blühen werden, wie sie es die letzten Jahre schon getan haben.

Rückblick ins Gartenjahr 2017

Ich persönlich habe im November leider nur wenig Zeit mich so richtig um den Garten zu kümmern, da die Abschlussprüfungen im Dezember ihre Schatten weit voraus werfen. Daher wird der Garten bei mir auch kaum geschmückt. Ein Blick in den Garten lässt mich dennoch nachdenklich werden, über Eindrücke aus dem vergangenen Gartenjahr. Es ist die Zeit in der im Garten eine Bestandsaufnahme gemacht werden kann. Daher hab ich für euch mal meine Fotos durchsucht:

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Einmal darüber nachzudenken welche Erfolge man im Gartenjahr verzeichnen konnte ist sicher auch nützlich fürs nächste Jahr. Ich konnte dieses Jahr erfolgreich ein neues Beet anlegen und habe Radieschen, Borretsch und Erdbeeren geerntet. Im Gewächshaus wuchsen selbst gezogene Tomaten und Gurken um die Wette, sodass ich ein paar der Gurkenpflanzen sogar auf den Westbalkon auslagern musste. Das war sehr praktisch, weil sie nebenbei einen tollen Sichtschutz bieten. Eisenkraut (Verbene), Ringelblumen und Kapuzinerkresse habe ich selbst aufgezogen und konnte die leeren Stellen im Beet damit verschönern. Auf der Negativseite stehen für mich seit Beginn des Studiums auf jeden Fall die Arbeiten im Mai/ Juni und November, da dies meine Prüfungszeit ist. Glücklicherweise bietet sich jedes Jahr eine neue Chance, ein kleiner Neuanfang. Ich freue mich schon darauf und hoffe auf noch mehr Ernteerfolge!

Ich hoffe ich konnte euch mit meinen offenen Worten Einblick in meine Gedankenwelt und ein paar Inspirationen geben. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir ein paar Ergänzungen und Kommentare da lasst.

Alles Liebe,
Sarah

Alles im grünen Bereich im Mannheimer Luisenpark

Inspiration fürs Gärtnern

Für den ersten Beitrag auf meinem Gartenblog inspirierte mich ein Herbstspaziergang durch den Mannheimer Luisenpark. Dort begrüßte mich ein kleines Eichhörnchen, das gerade seinen Vorrat für den Winter anlegte.

Eichhörnchen im Luisenpark Mannheim

Der Luisenpark ist ein riesiger Stadtpark in Mannheim, in dem man mehrere Stunden verbringen kann, da er so viel bietet: neben einer großen Pflanzenvielfalt – sowohl außen als auch in botanische Häusern im Innenbereich – gibt es jede Menge unterschiedlicher Tiere zu bestaunen. Darunter zum Beispiel Flamingos, Pinguine, verschiedene Vogelarten und sogar ein Schmetterlinghaus, was ich sehr empfehlen kann. Das Besondere am Park ist, dass viele Tiere, wie Störche und Flamingos, nicht eingesperrt leben sondern frei herumfliegen dürfen. Außerdem bietet der Park rund ums Jahr viele Veranstaltungen, hat Spielplätze und Möglichkeiten für Familien zum Picknick und zusätzlich gibt es Restaurants und ein chinesisches Teehaus – sogar das größte in Europa! Mein Augenmerk legte ich bei meinem Besuch allerdings auf die Blumen im Außenbereich, um Inspiration für den eigenen Garten zu finden.

Anfang November blühen bei mir im milden Klima der Bergstraße noch Chrysanthemen, Kapkörbchen, Heidepflanzen und Kapuzinerkresse. Doch ein bisschen was Neues kann nicht schaden, dachte ich mir. Meine Impressionen vom Spaziergang findet ihr unten zusammengefasst in der Bildergalerie. Als erstes kreuzte mir eine wunderschön orange blühende Begonie den Weg. Nach Recherche im Internet fand ich heraus, dass sie den Namen Sparks will fly trägt, was übersetzt sprichwörtlich überspringende Funke heißt. Leider konnte ich bisher keinen Händler finden, der sie in Deutschland verkauft, also werde ich bei Gelegenheit mal einen Gärtner im Luisenpark fragen und mich erkundigen, woher man die bekommen kann. Möglicherweise kann man die sogar vermehren. Bei meiner Suche im Internet stieß ich auf andere Sorten dieser Gattung und setze diese definitiv auf den Pflanzplan fürs nächste Jahr. Einen tollen Überblick zur Pflanze gibt Hinterhofgarten Blog, der sich auf Erfahrungsberichte über Schattenpflanzen spezialisiert. Sicher findet ihr bald einen detaillierteren Erfahrungsbericht auf meinem Blog.

Stiefmütterchen und Fetthennen

Nach diesem, wie sich herausstellte, wirklich außergewöhnlichen Fund, ging ich über zum Haupteingang des Parks an dem große Beete mit Heidekraut und Stiefmütterchen bepflanzt waren. Der Vorteil dieser Pflanzen liegt in ihrer Farbenpracht, die den Herbsttag noch bunter machten. Leider sehe ich Stiefmütterchen als Grabpflanzen und traue mir daher nicht so richtig diese Idee umzusetzen. Der Anblick von Pflanzen soll doch schließlich Freude bereiten und keine traurigen Erinnerungen hochholen. Meine Kombination im heimischen Garten ist daher Chrysanthemen und Heidekraut, was meiner Meinung nach wirklich wunderbar zusammen passt. Beim Spaziergang durch den Park fiel mir dann auch eine große Fläche Pampasgras ins Auge, was vor allem im Herbst und Winter in seiner vollen Pracht zur Geltung kommt. Die riesigen Blütenrispen bieten auch nach dem ersten Frost ein schönes Bild und verzieren den Garten bei kalten Temperaturen, mehr durch Form als durch Farbe. Das Ziergras ist durch seine Größe bis 250cm eher für große Gärten geeignet, da es doch sehr wuchtig wirkt. In unserem Garten ist momentan auch leider kein Platz dafür vorhanden, glücklicherweise kann ich mich aber an der Pflanze am Zaun des Nachbarsgarten erfreuen.

Immer schön anzusehen sind Fetthennen, die ich am Wegesrand entdeckte. Obwohl sie einen eher seltsamen Namen tragen, bestechen sie mit dem farbigen Kontrast zwischen grünen dicken Blättern (was der Pflanze auch ihren Namen bescherte) und den dunkelrosa Blütenschirmen. Sonnige Plätze gibt es in meinem Garten genug, außerdem soll die Pflanze ziemlich anspruchslos sein, was Pflege und Bodeneigenschaften betrifft. Im Park waren die Blüten alle zur Seite gefallen, was mir persönlich nicht so gut gefällt. Daher bin ich nun auf der Suche nach einer eher niedrig wachsenden Sorte (bis 20cm) für einen super sonnigen Standort. Bei einer Sortenvielfalt von 600 Arten ist die Auswahl gar nicht so einfach! In dem Beet habe ich außerdem Rosen und ein paar Bodendecker, sowie 3 Säulenzypressen, die ein wenig Schatten spenden. Falls ihr Tipps dafür oder eigene Erfahrungen habt, schreibt mir gern ein Kommentar dazu!

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Insofern war der Besuch im Luisenpark wieder mal lohnenswert und hat den Herbsttag auf jeden Fall aufgewertet. Ich freue mich auf eure Kommentare und Erfahrungen oder ein paar Tipps, um den Herbstgarten noch etwas bunter zu gestalten.

Dieser erste Blogbeitrag ist im Rahmen eines Uni-Seminars zum Thema „Blogger – verehrt und gefürchtet“ entstanden. Daraus entwickelte sich eine bunte Mischung an  Blogs, die ihr über die Links unten aufrufen könnt:

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